Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere
1570 Mechelen – Brüssel 1628
Denis van Alsloot, geboren vor 1573, war Sohn eines Brüsseler Teppichwirkers (siehe M. de Maeyer, 1933, Seiten 3 bis 11 und W. Schrickx, 1947, Seiten 47 bis 64). Er malte Landschaften und Feste im Freien. Seit 1599 wird er als Meister der St. Lukasgilde von Brüssel aufgeführt. Er wurde, möglicherweise ab 1600, zum Hofmaler von Erzherzog Albrecht und seiner Frau, der Infantin Isabella, ernannt. Siehe A.J. Wauters, 1889, Seiten 9 bis 36). Wie Y. Thiéry (1965, Nr. 3) bemerkte, war sein wichtigstes Werk die dokumentarische Bilderreihe die den jährlichen Festzug in Brüssel am 31. Mai 1615, darstellte. (Siehe L. van Puyvelde, 1960). Er wurde damit beauftragt den ganzen Festzug in einer Bilderserie darzustellen, von der mit Gewissheit vier Bilder erhalten geblieben sind ; zwei in Madrid (Prado), zwei in London (Victoria and Albert Museum).
Daneben schuf er Landschaften , die von den malerischen Ansichten des nahe Brüssel gelegenen Waldes von Soignes inspiriert waren. In seinen Anfängen zeigte er sich beeinflusst durch die Arbeiten von Brueghel d.Ä. und Gillis van Coninxloo, (wie es von R.A. d’Hulst (1972, Nr. 2) unterstrichen wurde, deuten seine seltenen Zeichnungen auf den Einfluss dieses Künstlers hin. In der Folge wurde seine Malart einfacher und origineller. Y. Thiéry repertorierte (1953, S. 170) sechszehn signierte oder monogrammierte Bilder, wovon vierzehn in den Jahren zwischen 1608 und 1626 entstanden sind. (Museen von Antwerpen, Brüssel, Madrid, Nantes, Wien, und verschiedene Verkäufe, etc.) Er arbeitete in Zusammenarbeit mit Hendrick de Clerck ; so entstanden « Kephalos und Procris » (1608, Museum in Wien) oder das « Paradis » (Schleissheimer Schloss).
Die Kritiken über diesen Künstler fielen unterschiedlich aus. Cornelis de Bie 1661) widmete ihm nur acht lapidare Zeilen, sowie vier Verse. Im XVIII. Jahrhundert erwähnte Descamps (1753) ihn nur als Maler des Erzherzog Albrecht. Von Mensaert (1763) wurde er vollkommen ignoriert. Im XIX. Jahrhundert gaben Balkema (1844) und Kramm (1857) die fast identischen spärlichen Auskünfte. Erst mit Alexandre Pinchart, 1872, entstand eine ernsthafte Studie über den Maler; darauf folgte 1889 der Artikel von Wauters. Unter den jetzigen Veröffentlichungen wären folgende erwähnenswert : E. Larsen (1948), Wegner (1961), Callatay (1963) und die Arbeiten von Y. Thiéry (1953).
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