Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Provenienz :
Galerie Robert Finck, Brüssel.
Um 1575 – Antwerpen – 1621
Es wird vermutet, dass Louis de Caulery ursprünglich aus dem Dorfe Caulery, in der Nähe von Cambrai, kam sich dann aber in 1594 in Antwerpen niederliess und von dem Maler Joos Momper ausgebildet wurde. Seinen Meister erhielt er 1602 in Antwerpen.
Zu welchem Zeitpunkt er sich nach Italien begab konnte bis heute noch nicht mit Genauigkeit bestimmt werden. Seine Werke bezeugen aber einen Aufenthalt in Venedig, Florenz und Rom.
Er war ganz eindeutig ein Genremaler der ganz im Geiste der Fontainebleau Schule arbeitete; in seinen Werken behandelte er die unterschiedlichsten Motive, darunter Karnevalsgesellschaften auf Eis, Feuerwerke, Stierkämpfe, grosse Menschenansammlungen sowie auch Allegorien der Fünf Sinne.
Sein Stil kennzeichnete sich durch grosse, in gesuchten Stellungen dargestellte menschliche Figuren mit hoher Stirn und glatten Gesichtern. Seine Farben sind von besonderer Erlesenheit. Seine, unter dem Einfluss der Italienischen Meister stehende Farbengebung stellte eine Neuerung in Flandern dar und drückte sich im Gebrauch von Halbtönen wie Okergelb, Veronese-Grün oder Dunkelrot, aus. Seine architektonischen italianisierend perspektivischen Darstellungen zeugten von einer sorgfältigen und sehr geschickten Darstellung.
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