1527 – Antwerpen – 1581
Martin van Cleve war der Sohn des Malers Willem van Cleve und Schüler von Frans Floris. 1551 wurde er, wie auch sein Zeitgenosse Pieter Brueghel d.Ä, als Meister in der St. Lukasgilde in Antwerpen aufgenommen. Martin van Cleve hatte sich nie, wie es unter den Nordeuropäischen Malern seiner Zeit üblich war, in Italien aufgehalten. In seinen ersten Werken war der Einfluss von Pieter Aertsen bemerkbar. Seine späteren Werke mit volkstümlichen und bäuerlichen Szenen, zeugten von seiner Vorliebe für die Motive der Werke von Pieter Brueghel. Wie dieser malte Martin van Cleve mit einem scharfen Realitätssinn das ländliche Leben in allen seinen Varianten. Man weiss, dass Pieter Brueghel d.J. nicht nur von den Werken seines berühmten Vaters sondern auch von einigen van Cleve Gemälden inspiriert wurde.
Einige charakteristische Merkmale sind in allen Werken von Martin van Cleve zu finden : die weissen Hauben der Frauen sind üppiger dargestellt als jene der Brueghels’. Sie sind mit nach oben und über den Kopf gebundenen Bändern geschmückt. Auch fehlt auf seinen Gemälden niemals ein Hund der fast immer im Profil dargestellt wird.
Dieser Künstler arbeitete mit seinem Bruder, dem Landschaftsmaler Hendrick, zusammen wie auch mit Grimmer und Gillis van Coninxloo.