Um 1600 – Utrecht – 1667
Jacob Duck war ein Genremaler und Kupferstecher der etwa im Jahre 1600 in Utrecht geboren wurde und vermutlich aus einer Kunstliebenden Familie stammte, da Abraham Bloemaert als testamentarischer Zeuge seiner Eltern auftrat. 1611 wurde Jacob in die Lehre eines Goldschmieds in Utrecht gegeben und wurde 1619 in die Utrechter Goldschmiedgilde eingetragen. Später, im Jahre 1621 , wurde er im Zusammenhang mit J.C. Droochsloot (1586-1666) erwähnt. 1621 wurde er als Porträtlehrling in den Archiven der St. Lukasgilde geführt und erhielt dort seinen Meister zwischen 1630 und 1632. Danach wurde er in den Archiven der Gilde von Haarlem geführt, wo er 1636 lebte. Schliesslich wurde sein Name zwischen 1656 und 1660 in Den Haag beurkundet. Er kehrte etwa 1667 nach Utrecht zurück um dort als ruinierter Mann zu sterben. Am 28. Januar 1667 wurde er von seinen sechs Töchtern eingeäschert.
Jacob Duck setzte die Tradition der militärischen Szenen, der Wachen und der mondänen Gesellschaften fort, ähnlich wie die Maler in Amsterdam und Delft, Willem Duyster - dem er als Kolorist ebenbürtig war - oder Pieter Codde, J. Olis und A. Palamedesz. Zudem malte er Szenen, die Schenken, Hausarbeiten und Karten oder Würfel- spielende Bauern darstellten. Seine Kompositionen charakterisieren sich durch eine leicht schräge Perspektive die den Boden, durch die, den Stillleben entnommenen Dekorationselementen wie z.B. Musikinstrumente, prächtige Stoffe, Spiele, Erdpfeifen, Teller, auf der rechten immer höher als auf der linken Seite erscheinen lassen, um damit auf Müssiggang, Nichtigkeit sowie Sterblichkeit des Menschen und Vergänglichkeit der Freuden zu weisen.
Als Themen- und gleichzeitig kraftvolle Geschichten erzählender Maler, der nicht nur über gesellschaftliche Umstände dokumentierte sondern auch ästhetische Ansichten behandeln konnte, bieten die Werke von Jakob Duck jenem Liebhaber, der von einer strengen Calvinistischen Moral durchdrungenen ist, eine wahre geistige Flucht. Das Karten- oder Tricktrackspielen, in Schenken oder Häusern, war ein beliebter Zeitvertreib im XVII. Jahrhundert. Jacob Duck zeigt uns Alltagsszenen wo Menschen sich amüsieren als symptomatische Reaktion gegen den in der Niederländischen Republik herrschenden moralischen und religiösen Konventionalismus. Seine Figuren wirken nie übertrieben. Seine Szenen berichten mit Talent und Feinheit über menschliches Verhalten in allen privaten wie öffentlichen Lebenssituationen.