1563 Olmütz – Frankfurt 1638
Georg Flegel war einer der wichtigsten Stilllebenmaler des XVII. Jahrhunderts und der hervorragendste und begabteste Spezialist unter den Genremalern in Deutschland. Er malte hauptsächlich Tafeln geschmückt mit einer Fülle von kostbaren Gegenständen, wie deutsche Goldschmiedewerke und Böhmisches Kristall, wobei er nur selten Blumen einfügte.
Obwohl in Olmütz (heutzutage Tschechoslowakei) geboren, liess er sich 1563 in Frankfurt nieder und wurde dort im Laufe des Jahres 1597 Burger dieser Stadt, was vermuten lässt, dass er dort seit vielen Jahren gelebt hatte. Er lernte dort Lucas und seinen Bruder Martin van Valckenborch kennen, die beide Hofmaler der Erzherzöge Ernst und Mathias waren, nachdem sie 1592 Flandern verlassen mussten um in einer religiös toleranteren Stadt Aufnahme zu finden. Der Künstler lernte dort ebenfalls Daniel und Isaac Soreau kennen, die sich im naheliegenden Hanau niedergelassen hatten.
In Georg Flegels’ Werken ist die Anordnung der einzelnen Gegenstände und sein Pinselstrich unvergleichbar, sodass es verkehrt wäre seine Werke mit denen seiner Niederländischen und Flämischen Zeitgenossen zu vergleichen. Zwischen 1593 und 1597 arbeiteten Lucas van Valckenborch und Georg Flegel gemeinsam an grossen Gemälden.
Dank seiner aussergewönlichen künstlerischen Laufbahn kann Georg Flegel zu den bedeutendsten Malern unter den Deutschen Meistern seiner Zeit gerechnet werden. Seine Gönner waren die Erzherzöge Maximilian von Bayern und Ernst von Tirol.
Er lebte bis zu seinem Tode im Jahre 1638 in Frankfurt.
Unter seinen Schülern zählte Jacob Marrel und wahrscheinlich auch Pieter Binoit.