Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Provenienz :
Privatsammlung
1580 - Antwerpen - 1662
Als Kind protestantischer Elter verbrachte Adriaen van Stalbemt seine Jugendjahre in Middelburg, wohin seine Familie nach der Kapitulation der Stadt Antwerpen geflohen war. Bereits 1609 kehrte er in seine Geburtsstadt zurück und trat noch im gleichen Jahr als Meister in die Lukasgilde ein. Vom Genre der Zeit angezogen, widmete er sich der Landschaftsmalerei, wie rund zwanzig seiner Werke aus der Zeit von 1604 bis 1629 belegen.
1632 verließ der Künstler Antwerpen für zehn Monate, um sich auf Anordnung Karls I. nach London zu begeben. Er scheint im Anschluß jegliche Aktivität eingestellt zu haben, ohne dass die Gründe hierfür bekannt wären.
Van Stalbemt hat sich in der Komposition seiner Landschaften oft als eklektisch erwiesen. Manche erinnern an den Stil Jan Brueghels I., genannt der Samtbrueghel. Einige konstante Elemente helfen jedoch bei der Identifizierung seiner Werke : Insbesondere die Ausarbeitung von Blattwerk und die Farbe der Häuser, die hellgelb und nicht rosa wie bei Jan Brueghel sind.
Gerade weil sie so vielschichtig und schwer einzuordnen ist, ist die Persönlichkeit von Adriaen van Stalbempt umso fesselnder. Zusammen mit Abraham Govaerts gehört er zu den herausragendsten Nchfolgern des Samtbrueghels.
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