Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Ein Papagei, die übliche Signatur des Künstlers, beobachtet die Szene von einem grossen Baumast aus.
Provenienz :
Französische Privatsammlung
Aktiv in Antwerpen im ersten Drittel des XVI. Jahrhunderts
Dieser anonyme Meister aus Antwerpen malte Figuren und religiöse Kompositionen während der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts und wurde aufgrund der nicht als Signatur gemeinten, Einfügung eines Papageis auf vielen seiner Madonnenbilder mit Kind, welches mit dem Papagei spielt, von M.J. Friedländer als Meister des Papageis bezeichnet.
Seine aristokratisch wirkenden Darstellungen der Jungfrau mit dem Kinde und der Heiligen Magdalena, gekleidet in der Mode um 1530, erinnern insbesondere an seinen Zeitgenossen, den Meister der Halbfiguren, und werden gelegentlich mit dessen stark Manieristischen Stil und Darstellungsweise verwechselt, manchmal auch mit den Figuren von Pieter Coeck d’Alost.
Der Typus der Jungfrau, ihr ovales Gesicht, der Ausdruck ihrer Züge, ihre langen feinen Hände sowie der lange Körper des Kindes, bildeten ein gemeinschaftliches Element der beiden anonymen Meister, die ständig bemüht waren die ideale und sensible Grazie der adeligen Damen des Hofes von Margarete von Österreich und Marie von Ungarn, in versteckter Weise zu huldigen.
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