Antwerpener Schule
Der Maler, Zeitgenosse von Frans Floris, war ein Repräsentant der Antwerpener Schule und gehörte als Meister 1540 zu den Malern die im Süden Antwerpens studiert hatten und unter dem Einfluss der Niederländischen Malerei standen. Es fällt schwer den Lebenslauf dieses Meisters chronologisch nachzuvollziehen. Seine Bilder, die oft mit den Werken von Nicolas Neufchatel verwechselt wurden, verteilen sich über die Jahre 1541 bis1551.
Der hauptsächlich als Porträtist bekannte Meister 1540 arbeitete fast ausschliesslich im Auftrag des gehobenen Bürgerstandes. Die meisten seiner Porträts stellen angesehene Männer und Frauen dar, deren Identität jedoch unbekannt blieb. Nur selten wurde eine Identifizierung anhand von Wappen oder Inschriften möglich.
Seine Bildnisse zeugen von einer präzisen Strichführung. Er versteht es, hellere Farbnoten auf Gesichtern und Händen, vom Hintergrund und der dunklen Kleidung, die nur gelegentlich durch das Leuchten eines Schmucks, eines Knopfes oder einer Spange, voneinander zu trennen. Manchmal lässt er die dargestellte Persönlichkeit ihren Schatten in den Hintergrund des Bildes werfen und erhöht dadurch den Tiefeeffekt seiner Kompositionen. Diese Technik und seine umhüllenden Konturen erinnern an die letzten Werke von Joos van Cleve. In seinen Bildnissen blieb er den gesellschaftlichen Konventionen und Ansehen der Modelle eng verbunden, was ihn mi den Werken von Bartholomeus Bruyn verbindet.