Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere
Tätig in Venedig von 1750 bis 1780
Die Identität dieses Vedutisten, der nach dreizehn venizianischen Veduten benannt ist, die in der Langmatt-Stiftung in Baden, Schweiz, verwahrt werden, bleibt weiterhin unsicher. Sein Korpus, dessen Bedeutung im Zuge der aufeinanderfolgenden Zuschreibungen stetig zunimmt, offenbart einen geschickten Praktiker, beseelt von dem Streben nach der Konstruktion strikter Perspektiven, der seine Veduten mit Figuren aufheitert, die mit Verve wiedergegeben und oftmals mit lebendigen Farbtupfern akzentuiert sind. Stilistisch gesehen verdankt sein Werk vieles den Lehren eines Carlevarijs und eines Richters.
Auf dieser Basis brachte Prof. Dario Succi die These vor (vergl. D. Succi in : Ausstellungskat. Mythos Venedig-Venezianische Veduten des 18. Jahrhunderts, Baden, 1994, S. 38-51), dass unser geheimnisvoller Meister kein anderer als Apollonio Domenichini sei. Dieser Letztere, genannt Il Menichino, taucht 1757 in den Verzeichnissen der venezianischen Fraglia der Maler auf und war in der Tat Schüler von Carlevarijs und von Johannes Richter. Domenichini war eine markante Künstlerpersönlichkeit seiner Zeit und wurde von seinen Zeitgenossen oft erwähnt, ebenso wie die uns bekannteren Vedutisten Canaletto, Guardi et alii.
Sein Name taucht im Übrigen wiederholt in den von Gian Maria Sasso, einem illustren Händler der Zeit, verschickten Lieferungen von Vedute an den englischen Minister John Strange auf.
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