Um 1495 – Reymerswael – nach 1567
Marinus van Reymerswael wurde zwischen 1490 und 1495 geboren. Er war ein Genremaler und erhielt seine Ausbildung 1509 in Antwerpen in der Werkstatt von Simon van Daele und wurde 1513 Meister in der St. Lukasgilde von Antwerpen. Nach diesem Datum bestehen keine weiteren Urkunden über ihn in den Antwerpener Archiven. Sein Schaffen erstreckte sich über die Jahre 1521 bis 1547. Der Stil von Marinus van Reymerswael war realistisch und lebendig. Gesichter wurden von ihm sehr genau untersucht und ihre Umgebung minuziös dargestellt, dadurch entstand die Illusion einer ungewöhnlichen Realität. Sein Stil wirkt oft gequält, seine Graphik scharf, nervös, fast angespannt, mit deutlichen Umrissen, seine Farben wirken dekorativ und kontrastreich.
Marinus van Reymerswael war ein überzeugter Manierist und sein ganzes Werk ist von einem eigenartigen Beben durchdrungen. Sein Schaffen erstreckte sich von 1521 bis 1547.
Der Künstler gab dem Gegenstand nur eine relative Wichtigkeit. Seine Aufmerksamkeit befasste sich im wesentlichen nur mit seinem eigenen Seelenzustand, was seinen Stil so originell machte.
Seine ersten Werke wurden von Quentin Metsys inspiriert. Marinus van Reymerswael begann erst ab 1538 seine Werke mit Darstellungen von Steuereinnehmern und Geldwechslern zu signieren. Dieses Thema wurde von ihm ab 1598 behandelt. Ab diesem Datum trennte er sich endgültig von Metsys Einfluss und seither konnte man ihn nicht mehr als einen Schüler dieses Meisters betrachten. Er behandelte die gleichen Themen wie Quentin Metsys aber in vollkommen anderer Weise. Seine Zeitgenossen wurden grosse Liebhaber seiner Werke und den darin so vollendet behandelten Themen.