Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Provenienz :
P. de Boer, Amsterdam, 1940
Privatsammlung, Niederlande
Etwa 1565 Kortrijk - Amsterdam 1603
Jakob Savery, älterer Bruder des Landschafts- und Tiermalers Roelandt Savery, dessen erster Lehrer er zweifellos war, scheint, wenn auch nicht ein Schüler, so doch ein Nacheiferer des Mechelners Hans Bol gewesen zu sein.
Auf der Flucht vor religiösen Verfolgungen emigrierte er zwischen 1580 und 1585 mit seiner gesamten Famile in die nördlichen Niederlande, wo er seinen Meister wieder traf. Er wurde 1587 Mitglied der Malergilde von Haarlem und erwarb 1591, im gleichen Jahr wie Bol, das Bürgerrecht in Amsterdam.
Jakob Savery, Miniaturist und Zeichner, hiniterließ nur wenige gemalte Werke, im allgemeinen datiert zwischen 1590 und 1600. Seine flämischen Kirmessen und Landschaften Flanderns sind oft ihm Erzählstil gehalten und Zeichen eines Brueghelschen Erbes. Von diesem hebt er sich jedoch durch gleichermaßen kräftigere und nuanciertere Farben, einen schnelleren Pinselstrich und die Ausführung der Figuren ab. Diese sehr persönliche Sicht verleiht seinen Kompositionen eine große Stringenz. Seine Landschaften erinnern durchaus auch and die seines Bruders Roelandt, der sein Schüler war.
Die starke Persönlichkeit Jakob Saverys zeigt sich in ihrer ganzen Virtuosität und Freiheit kurz bevor ihn die Pest 1603 dahinrafft. Dennoch gilt er als eine der originellsten Persönlichkeiten seiner Zeit.
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