1564 – Antwerpen – 1635
Die Werke dieses Landschaftsmalers fallen in die Zeitwende zwischen dem Manierismus und dem naturalistischen Realismus. In seinen Anfängen inspirierte sich der Künstler an dem Vorbild von Pieter Brueghel, dann wurde er mit dem Venezianischen Farbengebrauch der Spätwerke des Tintoretto vertraut. Seine Erinnerungen an die Alpen nahmen einen wichtigen Platz in seinen Werken ein. Wie viele seiner Zeitgenossen, befasste er sich häufig mit der Darstellung der Vier Jahreszeiten.
Joost de Momper inspirierte sich an der Wirklichkeit um Phantasielandschaften darzustellen. Die Regel der drei Töne : rot-braun auf der Vorderebene, grau-grün auf der zweiten Ebene und blasses blau im Hintergrund, erlauben ihm durch transparente Darstellung des Lichts und der Wolken Weite zu schaffen. Am Ende seines Lebens malte er auch Flachlandschaften. Seine Südlich orientierten Landschaften weisen eine Ähnlichkeit mit denen von Adam Elsheimer und Paul Bril auf. Die spezielle Technik dieses Meisters lässt ihn zum Vorläufer der Impressionisten werden, während die Stärke seiner vom Geist beherrschten Kompositionen dem modernen Abstraktionsgeschmack entspricht. So ist dieser alte Künstler sehr modern und sein Ruf steigert sich zunehmend seit einem halben Jahrhundert.
Gelegentlich liess er von Jan Brueghel d.Ä. (Samtbrueghel) oder von Sabastian Vranckx seine Landschaften mit einigen Figuren beleben.