Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Provenienz:
Privatsammlung
Etwa 1665 - Brüssel nach 1702
Mathys Schoevaerdts, der wahrscheinlich um 1665 geboren wurde, beginnt 1682 seine Lehre bei dem Landschaftsmaler Adrien Boudewijns in Brüssel.
Acht Jahre später wird er als Meister zugelassen und übernimmt von 1692 bis 1696 das Amt des Obermeisters der Brüsseler Malerzunft. Zu Lebzeiten und während des ganzen 18.Jahrhunderts wird er sehr geschätzt. Nach den Motiven einiger seiner Werke zu urteilen, hat er sich wahrscheinlich in Holland aufgehalten. Er widmet sich den Stadtansichten und vor allem den Landschaften, wenn er sich auch gelegentlich mit Genremalerei beschäftigt. Was die minuziöse Darstellung von Marktszenen und Volksfesten betrifft, scheint ein Teil seines Werkes von Jan Brueghel (dem Samtbrueghel) inspiriert zu sein.
Obwohl Mathys Schoevaerdts dem Geist Jan Brueghels zu Beginn seiner Karriere treu bleibt, so treibt ihn der Geschmack der Zeit doch dazu, mit präziser Sorgfalt und offenkundig erzählerischer Absicht Dorfszenen und mit Figuren belebte Landschaften zu malen. Sie offenbaren desweiteren ein fundiertes Interesse an der präzisen Darstellung des Ortes bzw. der Stimmung des Volksfestes. Später wird sein Werk von italianisierten Landschaften beeinflusst und seine Bilder gewinnen an Feinheit in der Ausführung sowie an Tiefe.
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