1623 Antwerpen – 1667
Joris van Son wurde 1623 in Antwerpen geboren und starb 1667 in dieser Stadt. Er wurde zwischen 1643 und 1644 in der St. Lukasgilde aufgenommen. Wenn auch der Name seines Meisters unbekannt geblieben ist, ist es wahrscheinlich, dass er seine Lehre bei Jan Davidsz de Heem, der 1636 nach Antwerpen kam, absolvierte.
Joris van Sons’ Kunstwerke wurden sehr bald unter seinen Zeitgenossen bekannt und gepriesen. Auf einem von Erasmus Quellin II. gemalten und von Conrad Lauwers etwa 1649 gravierten Porträt kann man die Inschrift „Vorzüglicher Früchte- und Blumenmaler,...“ lesen. Cornelis de Brie sprach ebenfalls sehr lobend über diesen Meister.
Joris van Son, dem Beispiel Jan Davidsz de Heem folgend,
kann als einer der besten Repräsentanten seiner Zeit des Stilllebens betrachtet werden.
Obwohl reservierter als de Heem, versteht der Künstler es seine reich und üppig angeordneten Kompositionen mit einer vollendeten Harmonie zwischen den leuchtenden und strahlenden Farben zu gestalten. Die unendliche Feinheit und seltene Nuancenreiche seines Farbengebrauchs gepaart mit einem angeborenen Sinn für Komposition ergeben eine zurückhaltend sinnliche Malkunst.
Die Werkstatt des Künstlers genoss zu ihrer Zeit grosses Ansehen und zählte viele Maler unter ihren Schülern, wie z.B. Corneille van Huynen, Jan Pauwell II, Gillemans und Frans van Everbroeck.