Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere
1604 - Hanau - nach 1638
Isaak ist der Sohn von Daniel Soreau, Stilllebenmaler, der sich in Hanau bei Frankfurt niedergelassen hatte. Sein Vater leitete dort ein Atelier, in dem Sebastian Stoskopff und Joachim von Sandrart ihre Lehre absolvierten. Die Familie hatte Dornick verlassen, um sich den Anhängern der Reformation wie Pieter Binoit anzuschließen. In diesem Atelier sah Isaak seinen Vater am Aufkommen der Leimfarbenmalerei mitwirken, dessen Lasureffekt er für seine eigenen Kompositionen nutzt. Diese zeichnen sich durch ein Streben nach Gleichgewicht der Formen und einer frontalen Architektur aus, das mit den Werken Jakob van Hulsdoncks verglichen werden kann. Isaak lebte bis 1626 in Hanau und war versessen darauf, auch die geringsten Details zu analysieren. Außerdem pflegt er die flämische Vorliebe für das Echte. Durch seine peinlich genaue Beobachtung war er in der Lage, die Realität, die er wiedergab, noch zu übertreffen, indem er die Schönheit jedes Objekts übersteigerte. Die Technik dieses Malers, der Mitglied der Antwerpener Gilde war, war außergewöhnlich, sauber und präzise und von unerreichter Geschicklichkeit. Die handwerkliche Exzellenz lässt sich auch an der Verwendung einer Paste mit Emailleglanz erkennen, deren Transparenz den Effekten der Leimfarbentechnik ähnelt. Isaak Soreau, der bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts von den Kunsthistorikern unbeachtet blieb, erntet heute die einhellige Bewunderung der Kenner und findet unbestritten seinen Platz unter den besten flämischen Stilllebenmalern des 17. Jahrhunderts.
|
Paris 100 rue du Faubourg Saint Honoré Tél. : +33 (0)1 42 66 69 49 |
Genève 7 rue de l'Hôtel de Ville Tél. : + 41 22 310 80 80 |
® Galerie De Jonckheere | Impressum | Kontakt | Design 2exVia mit MasterEdit©