Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Provenienz :
Privatsammlung
Gegen 1580 – Haarlem nach 1632
Wenig ist über das Leben von Nicolas Gillis bekannt. Er lebte von 1622 bis 1632 in Haarlem. Seine Tätigkeit erstreckte sich über die Jahre 1601 bis 1629.
Sein malerisches Repertoire stand dem Schaffen der anderen Vorläufer des Stilllebens nahe, wie Floris van Dijck, Floris van Schooten, Clara Peeters, Hans van Essen und Roelof Koets. Mit diesen Künstlern war Nicolas Gillis Urheber gedeckter Tafeln die mit unzähligen, immer wieder neu dargestellten Gegenständen bereichert wurden, darunter Chinesisches Porzellan, Zinnteller, Venezianische Gläser und Roemer, Früchte, Zuckerwerk, Butter, wie auch mit übereinander liegenden gelben und dunkel grauen Käse. Dieses letzte Motiv wurde viele Jahre später wieder in den Ansichten Haarlemer Frühstücks Stuben aufgenommen. Ein schräg in der Mitte des Tisches liegendes Messer, eine vom Tischrand hängende Apfelschale oder ein im Vordergrund mit Zuckergebackenem gefüllter Zinnteller steigern die perspektivische Illusion. Dieser perspektivische Effekt wurde auch in späteren Frühstücksstuben Darstellungen wieder aufgenommen.
Im Jahre 1612 erscheinen Darstellungen von weißen, fein bestickten Tischtüchern die auf grellfarbigen Stoffen liegen und seinen Bildern einen festlichen Anblick vermitteln. Außer Stillleben malte Nicolas Gillis auch Blumensträuße in edlen Blumenvasen auf dunklem Hintergrund.
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