1587 - Antwerpen – 1631
Martin Rijckaert, Flämischer Landschaftsmaler, gehört zu einer Familie, die fünf Künstler zählt : Sein Vater David Rijckaert I, Maler und Kunsthändler, ist sein erster Meister. Anschließend wird er Schüler des Landschaftsmalers Tobias Verhaecht. Seit 1611 Meister der Antwerpener Malergilde, wird er auch « Mitglied der Redekammer ». Wie schon Jan Brueghel I und II beendet er seine Ausbildung erst später mit einem mehrjährigen Aufenthalt in Italien, wo er von Paul Bril beeinflusst wird, den er um 1615-1616 in Rom kennenlernt. Diese Jahre sind entscheidend für die Entwicklung seiner Auffassung von der Landschaftsmalerei. Er lernt desweiteren, seine Palette leichter zu gestalten, was seinen Bildern Frische und Transparenz verleiht. Er erfindet und perfektioniert einen Stil, der ihm ganz eigen ist : intensive Farben und dicker Farbauftrag im Vordergrund, leichter und ruhiger mit lebendiger Pinselführung in der Ferne. Zudem ist die Anordnung seiner Bilder immer reich an Details. Seine Bilder sind selten signiert, aber seine besondere Konzeption von Blattwerk in Büscheln, die im allgemeinen dicht und abgerundet sind, sowie einige bevorzugte Motive lassen ihn erkennen. Seine Art das Wasser darzustellen ist besonders bemerkenswert. In seinen letzten Werken stellt Martin Rijckaert einen Sinn für und eine Weite der Komposition unter Beweis, die den größten Landschaftsmalern ebenbürtig sind.
Er stirbt 1631 auf dem Höhepunkt seines Schaffens im Alter von 44 Jahren.