Um 1530 – Antwerpen – zwischen 1590 und 1600
Hans van Wechelen (auch bekannt unter dem Namen Jan van Wechelen), wurde 1557 zum ersten Mal als Meister der St. Lukasgilde erwähnt. Er befasste sich mit religiösen Themen, allegorischen Szenen und auch mit Porträts und verblieb während seines ganzen Lebens and den Ufern der Schelde. Er arbeitete zusammen mit Cornelis van Dalem dem er seine Kompositionen mit Mengen von kleinen menschlichen Figuren bereicherte.
Der Ruf des Künstlers sollte sich Anfang des XVII. Jahrhunderts zunehmend verbreiten, als seine Bilder in die meist geachteten Sammlungen in Antwerpen Eintritt fanden. Cornelis van der Geest und auch Rubens erwarben jeweils eine Komposition des Meisters. Pieter Stevens hatte sogar über zehn Bilder von ihm erworben... Die Religionskriege, Plünderungen der Antwerpener Kirchen durch die Bilderstürmer, wie auch das Ausrauben der Stadt durch die Spanischen Truppen, führten zu der Zerstörung eines gewaltigen Teils der Werke des Künstlers.
Hans van Wechelens Stil war denen des Monogrammisten de Brunswijck, Cornelis Massijs und auch Jan Sanders van Hemessen verwandt. Er verstand es seine Kirmeskompositionen ganz besonders lebendig zu gestalten. Darin glich er Pieter Brueghel d.Ä. und zögerte nicht Szenen mit vielen menschlichen Figuren, voller Schalk und Humor, malerisch zu beleben.
Seine nicht religiösen Werken künden, durch ihre Teilnahme an einer neuen Wirklichkeit, einen Geist profaner Tendenz an. Die Kraft seiner mit markanteren Linien unterstrichenen Zeichnungen verbindet den Meister mit den strengen Strömungen die sich um 1540 in den Niederlanden verbreiteten. Die Qualität seiner selten auffindbaren Kirmesdarstellungen machen aus diesem Künstler einen hervorragenden Repräsentanten dieses Genres.