
Bild - 41 x 32 cm - 1533Gemälde XVe / XVIe, Porträts
Monogrammiert und datiert „GP33“ (oben in der Mitte)
Provenienz :
(Vermutlich) Fürst John Friedrich I., Kurfürst von Sachsen;
Tollemache Staatssammlung, Peekforton Castle, England;
Christie’s London, 15. Mai 1953, Los 139;
North Carolina Kunst Museum.
Literatur : W.R Valentiner, Catalogue of Paintings : including Three Sets of Tapestries, Raleigh, 1956, p.75, no. 171.
H.G. Gmelin, « Georg Pencz als Maler », Münchner jahrbuch der bildenden Kunst, XVII, 1966, no. 48.
J.C. Smith, Nuremberg : A Renaissance City, 1500-1618, catalogue d’exposition, Austin, 1983, p. 212, sous no. 110.
C. Wright, The world’s Master Paintings : From the early Renaissance to the present day, Routledge, 1992, II, p. 381.
K.Heard and L. Whitaker, The Northern Renaissance : Dürer to Holbein, catalogue d’exposition, Londres, 2011, sous no. 55.
Ausstellungen : Raleigj, North Carolina Museum of Art, Robert F. Phifer Collection, 31 Mars – 13 Mai 1973, p.64-65.
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Ca. 1500 – 1550
Georg Pencz war ein deutscher Maler und Graveur, der zwar 1523 als Nürnberger Bürger geführt obwohl es sehr unwahrscheinlich ist, dass er dort geboren wurde. Beurkundet ist,...
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Georg Pencz war ein deutscher Maler und Graveur, der zwar 1523 als Nürnberger Bürger geführt obwohl es sehr unwahrscheinlich ist, dass er dort geboren wurde. Beurkundet ist, dass er seit Anfang 1520 in die Werkstatt von Albrecht Dürer aufgenommen und einer seiner besten Schüler wurde. Wie sein Meister hat auch er sich ein bis zwei Male nach Italien begeben. Dort hatte er vermutlich die Gelegenheit die Werke Mantegnas und von Jules Romain in Mantova zu bewundern und die Ewige Stadt zu besuchen.
Seine Ablehnung an Christus, die Taufe und die Transsubstanziation zu glauben löste 1525 seine Verbannung aus der Stadt Nürnberg aus. Am Ende des gleichen Jahres wurde er jedoch wieder zurückgerufen. 1532 empfing er die Auszeichnung „Maler von Nürnberg“. Seine Gravuren wurden anerkannt und hoch geschätzt, und wie die Brüder Beham, wurde er aufgrund des kleinen Formats seiner Gravuren zu den „kleinen Meistern“ gezählt. Der Herzog Albert von Preußen ernannte ihn 1550 zu seinem Hofmaler, aber Georg Pencz starb in Leipzig, auf dem Wege zum Herzog.
Im Gegensatz zu den Brüdern Beham mit denen er häufig, aufgrund seiner ähnlichen Themen, verglichen wurde und trotz seiner Glaubenskonflikte mit der Stadt Nürnberg, die zu seiner Verbannung führten, war seine Gravur Produktion beeindruckend umfangreich.
Die Porträts des Künstlers werden geschätzt und zeugen eindeutig von Italienischem Einfluss, der ganz offenbare Spuren bei diesem deutschen Künstler geprägt hat. Auch der Manieristische Einfluss ist auf vielen seiner Porträts wahrzunehmen.
Pencz’ Porträts erinnern durch ihre Weite und ihrem kalten Licht an den Bronzino. Die Schärfe des Blicks sowie die Ausstrahlung einer gewissen Gewalttätigkeit seiner Bildnisse machen aus ihm einen deutschen Maler, der sowohl mit Dürer sowie der Italienischen Kunst, einen Dialog unterhielt.