Flämische Malerei und alte Meisterwerke über die Galerie De Jonckheere


Signiert mit einer weißen Eule, dem Symbol des Künstlers (unten rechts)
Inschrift : 'HERTOGHE·VAN·WLLE·BERGEG' (unten rechts auf einem Zelt), 'BISCOP·VANTVRNAXX[I?]GRA[F?]' (Mitte links, auf einem Zelt), 'NOMEN [...]' (unten rechts, auf dem Wappenrock eines Befehlshabers) und 'MOROSVSDEVISSE' (Mitte, auf einem Zelt)
Provenienz:
Karl August Lingner (1861-1916), gegen 1880 ; nachfolgend seine Erben.
Etwa 1510 Bouvignes - Ferrara etwa 1560
Nach einem langen Aufenthalt ließ er sich 1521 in Mechelen, dann in Amsterdam nieder, wo Frans Mostaert sein Schüler gewesen sein soll. Von Italien war er derart angezogen, dass er eine zweite Reise dorthin unternahm und gegen 1560 in Ferrara starb, als er im Dienste des Herzogs von Este stand.
Herri Met de Bles, Maler von belebten Panoramalandschaften und religiösen, mythologischen und Volksszenen, verschrieb sich der Malertradition des Joachim Patinier, dessen Neffe er war.
Die Motive sind zugleich realistisch und imaginär und stellen eine Erweiterung dieser Tradition dar, insbesondere was die felsigen Bergmotive fantastischer Gestalt betrifft. Doch sein Talent zeigt sich in einer weniger rigiden Struktur und einer dunstigeren Atmosphäre.
Der Meister liess sich auch von den Anfängen Leonardo da Vincis inspirieren, der ihm anriet, die fernen Objekte in einem leichten Nebel verschwinden zu lassen, um die Lichteffekte hervorzuheben und die Perspektive zu unterstreichen.
Während seiner Aufenthalte in Italien war er der Eule wegen, die er in viele seiner Bilder hineinmalte, unter dem Namen « Civetta » bekannt.
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