1534 Mecheln – Amsterdam 1593
In den Jahren die der Übernahme der Stadt Amsterdam durch die Calvinisten folgten wurde durch den starken wirtschaftlichen Aufschwung auch das Kunstinteresse wieder erweckt. So bevorzugten es zahlreiche Maler flämischen Ursprungs und Ausbildung sich eher in Amsterdam als in Antwerpen niederzulassen und trugen dazu bei, insbesondere der Landschaftsmalerei, einen neuen Auftrieb zu geben, die ihren Höhepunkt im XVII. Jahrhundert erreichen sollte.
Unter diesen flämischen Emigranten die sich in Amsterdam niederliessen zählten als erste die Maler Conninxloo, Vinckboons und Hans Bol. Der in Mecheln geborene Künstler war der Schüler von zwei seiner Onkel, Johannes und Jakob Bol. 1560 wurde er in der Malergilde der Stadt eingetragen. Nach der 1572 erfolgten Plünderung der Stadt übersiedelte er nach Antwerpen, wo er die Staatsbürgerschaft erhielt. 1584 wurde er vom Krieg vertrieben und unternahm eine Reihe von Reisen die ihn nach Berg-opZoom, Dordrecht und Delft führen sollten. Erst im Jahre 1586 liess er sich endgültig in Amsterdam nieder.
Hans Bol wurde vor allem durch seine panoramischen Landschaften berühmt, die er mit unzähligen Figuren bereicherte in denen man den Geist von Peter Brueghel d.Ä., wiederfindet, dessen Ruhm er dadurch landesweit steigerte und somit eine ganze Malergeneration stark beeinflusste.
Seine Schüler waren Jacob Savery de Courtrai und Frans Boels.